Zusammensetzung/Theorie: Bei der Null-Diät wird vollständig auf die Zufuhr fester Nahrung verzichtet. Die Trinkmenge wird auf drei bis vier Liter pro Tag gesteigert, um eine optimale Ausscheidung der Stoffwechselprodukte zu gewährleisten. Ausschließlich kalorienfreie Getränke, wie Mineralwässer, ungesüßter Tee und Kaffee sind zu trinken. Auch Gemüse- und Obstsäfte sowie Gemüsebrühen sind teilweise erlaubt.
Als Dauerkost geeignet: nein
Möglicher Nährstoffmangel an: allen Nährstoffen
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Nein, die Null-Diät ist eine extreme Gewichtsreduktionsmethode, die sehr belastend für Herz und Kreislauf ist. Viele Todesfälle sind bekannt und daher sollte die Null-Diät nicht mehr durchgeführt werden. Störungen des Mineral- und Flüssigkeitshaushaltes sowie der Harnsäureausscheidung sind vorprogrammiert. Es kann zu Bildung von Gallen- und Nierensteinen kommen. Bei Nierenfunktionsstörungen, rheumatischen Erkrankungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen darf die Nulldiät nicht angewandt werden. Die Null-Diät sollte daher nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
Ernährungsmedizinisch sinnvoll: Nein, bei der Null-Diät werden praktisch keine Kalorien aufgenommen, wodurch sich ein extremer Mangel an allen Nährstoffen ergibt.
Kommentar: Bei der Null-Diät wird hauptsächlich Gewicht durch den Verlust von Wasser und Protein (40 Prozent) verloren. Die Stoffwechseländerung während der Diät führt zum Jojo-Effekt bei späterer Umstellung auf die normale Kost. Während der Diät sinkt der Grundumsatz, da der Körper kaum Nahrung verwerten muss. Der Körper schätzt die Diät wie eine Hungersnot ein und gewöhnt sich an die geringe Kalorienzufuhr. Wird nach der Diät wieder normal gegessen, kann der verlangsamte Stoffwechsel die Nahrungszufuhr nicht mehr so schnell verwerten, wodurch man wieder an Gewicht zulegt.
Die Null-Diät ist als sehr gefährlich einzustufen. Negativ ist auch der ausbleibende Lerneffekt bezüglich gesunder Ernährung und sportlicher Betätigung.
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