Zusammensetzung/Theorie: Bei der Montignac-Methode soll der Blutzucker möglichst gering gehalten werden um das Hungergefühl zu verhindern.
Die Lebensmittel werden nach dem glykämischen Index (Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit) unterteilt. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (die den Blutzucker also gering ansteigen lassen), wie Hülsenfrüchte, Haferflocken, Vollkornbrot, Nüsse und Fruchtzucker in Obst sind zu bevorzugen. Einen hohen glykämischen Index haben Kartoffeln, Weißmehlprodukte und verarbeitete Lebensmittel. Beim Stoffwechsel dieser Lebensmittel wird eine große Menge des Hormons Insulin benötigt. Durch die Ausschüttung des Hormons wird jedoch gleichzeitig der Abbau von Fett gehemmt. Insulin bewirkt zusätzlich die Auslösung eines Hungergefühls. Außerordentlich wichtig ist auch die Trennung von eiweiß- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Der Diätablauf wird in die zwei Stufen Gewichtsreduktion und Lernphase differenziert.
Als Dauerkost geeignet: nein
Möglicher Nährstoffmangel an: keiner
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar: Die Trennung ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Auch wenn die Begründungen des glykämischen Indexes einleuchtend erscheinen, sind die Stoffwechselvorgänge im Organismus viel komplexer. Der reichliche Verzehr von Vollkornprodukten liefert ausreichend Ballaststoffe. Der Verzicht auf Zucker und weißes Mehl ist als positiv zu beurteilen. Das Verbot von Kartoffeln sowie der Verzehr von drei Eiern als Zwischenmahlzeit ist ernährungswissenschaftlich nicht haltbar. Kartoffeln, Nudeln und Reis sind fettarme Lebensmittel, die gut sättigend sind und bei einer Diät nie fehlen sollten.
0 Votes