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Freitag, 4. Februar 2011, 13:36

Abnehmen mit Wasser - Fasten

Hallo!

Wenn ich mal darf und vielleicht auch eine Diskussion anstosse:

Ich halte Fasten für die beste Diät. 30-40 Tage.

Warum?

Dafür gibt es eigentlich einige Gründe:

1. Fasten ist gesund:
Seit Alters her gibt es Menschen die Fasten und denen das (natürlich unter bestimmten Voraussetzungen) gut tut. Bekannte Beispiele sind Jesus, Mahatma Gandhi, Dalai Lama.
Es gibt verschiedene Aspekte beim Fasten. Der körperliche ist nur einer von vielen. In meiner laienhaften Sprache: Es ist gut für den Geist und die Seele. Für die Seele, weil man sich vom ständigen Konsum abkoppelt. Nicht weniger essen, besser verteilen und und und, sondern absichtlicher Verzicht, das macht auch glücklich. Für den Geist ist es gut, weil man sich um Nahrungsaufnahme nicht mehr kümmern muss (zumindest nach den ersten 4 schrecklichen Hungertagen) und das macht frei. Schon seit langem weiss man dass Geist und Körper sich gegenseitig beeinflussen. Eine absichtliche Fastenkur, davon bin ich überzeugt, sendet andere Signale an den Körper als eine Hungersnot (mit der Diäten immer verglichen werden, im Kontext mit Jojo - doch dazu später mehr).

Fragt mal Euren Arzt, der wird Euch sicher das sicher bestätigen. Ich finde es wichtig, dass man bei diesen Kuren regelmässig zum Arzt geht und sich untersuchen lässt. Ich habe aus Angst beim ersten Mal damit angefangen (ich wog 112 Kilo) und es tut gut unter vernünftiger Aufsicht zu stehen.

2. Neustart
Während so einer Fastenkur fährt man den Körper herunter, Ansichten und Einsichten ändern sich. In Management Handbüchern wird hin- und wieder auf Fastenkuren hingewiesen im Vorfeld von wirklich wichtigen Entscheidungen.

Das kann einen Neustart in ein ganz neues Leben bedeuten, das merkt aber jeder selbst, wenn es soweit ist. In unserem Kontext, dem Abnehmen, ist der Nutzen eigentlich klar auf der Hand.

Nach so einer Fastenkur schmeckt ALLES. Das ist die Chance sich wirklich einen anderen Umgang mit Lebensmitteln anzugewöhnen. Während einer Fastenkur beschäftige ich mit relativ of mit Nahrung, nämlich was ich wie organisieren will. Und zwar nicht um mich zu peinigen und mir ein Leben im konstanten, qualvollen Hunger vorzustellen, sondern vielmehr, mir zu überlegen, wie ich (ganz nach hedonistischem Motto) mehr Leben in meine Tage bringe und nicht einfach nur mehr Tage in mein Leben.

Ich esse gerne, ich schlemme gerne, ich trinke gerne Wein. Ich feiere gerne. Das muss sich doch mit einem vernünftigen Gewicht organisieren lassen, es kann ja eigentlich gar nicht sein, dass ich (ok, ich bin grundsätzlich gesund, Krankheiten und Medikamente, die das Gewicht nach oben beeinflussen sind ein anderes Thema), also dass ich mich quälen muss um mit mir zufrieden zu sein.

3. Jojo Effekt:
Der Jojo Effekt kommt nicht von der Diät. Wer behauptet denn so etwas und kann das auch nachvollziehbar begründen? Der Jojo-Effekt kommt von der Ernährung nach der Diät. Während der Diät (die ja nur das Abnehmen zum Zweck hat) ernährt man sich mangelhaft und meist ausserhalb seiner Gewohnheiten. Die Gewohnheiten sind aber stark und wollen zurück. Ein bestimmte Zeit nur Gemüse zu essen hilft Gewicht zu verlieren, aber nicht den Heisshunger nach Spaghetti loszuwerden.

Gibt man seinem Körper und seinem Geist die Möglichkeit einmal wirklich neuzustarten, kann man das ändern. Wie?

Nicht besonders schwierig:
WIe schon weiter oben gesagt, freut man sich natürlich nach dem Fasten auf das Essen und eigentlich alles schmeckt. Das ist doch eine wirkliche Chance GUTE Nahrungsmittel zu essen, ohne Verzicht, mit Spass am Leben, Spass am Essen, ohne Reue.

Dazu gibt es sicherlich viele Wege, ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welche Speisen ich gerne Essen möchte und wie ich dafür Sorge tragen kann diese dann auch zu bekommen. Dabei hat mir mein Wochenplan geholfen, den ich nun schon seit Jahren mehr oder minder befolge (ich will mich ja nicht limitieren sondern erweitern).

Montag: Obst und Gemüse (als körperliche und geistige Erholung vom Wochenende)
Dienstag: Fisch (ich liebe Fisch und habe immer zuwenig davon bekommen)
Mittwoch: Suppe (ich liebe Suppe und will dass sie einen eigenen Platz bekommt)
Donnerstag: Fleisch (Rind, Schwein, Lamm, Geflügel)
Freitag: Fisch (wie gesagt, ich liebe Fisch)
Samstag: Kohlenhydrate (Nudelgerichte, Reisgerichte, Kartoffelgerichte)

Es ist bei mir wohl ein bisschen anders wie bei vielen, ich esse eigentlich nur einmal am Tag. Gesund oder nicht gesund wird sich in 60 Jahren rausstellen, es gibt beide Meinungen. Das ist bei mir abends. Frühstück ist mir nicht wichtig, ich schlafe lieber länger und besteht meist nur aus Kaffee oder aus einem Hörnchen und einem Kaffee. Sollte ich mittags Hunger haben, was sehr selten vorkommt, dann esse ich Vitamine. Abend esse ich dann reichlich. Ich schlafe dann auch gut. (Der einzige mir erkennbare Nachteil ist, dass meine Freundin und ich Sex vor dem Essen haben müssen, oder morgens. Nach dem Abendessen bin ich einfach satt, glücklich und zu befriedigt...)

Wo ist jetzt der Neuanfang? Achja, hier:

Ich esse nach bestem Wissen nur das, was ich auch vertreten kann. Das bedeutet:

1. Ich kaufe Obst nur so ein, dass ich erkennen kann welches Obst es ist. (Also keine Joghurt, Obstriegel und so).
2. Ich kaufe nur Lebensmittel ein, deren Inhaltsstoffe ich auch pur in grösseren Mengen im Kühlschrank haben wollte (also keine "E"s).
3. Ich kaufe nur Lebensmittel mit höchstens 5 Inhaltsstoffen.
4. Ich esse nur Nahrung, die auch meine Oma als Nahrung erkannt hätte.
(Diese Leitsätze sind von Michael Pollan, einem relativ bekannten Ernährungsforscher)

Was habe ich davon? Ich esse nur noch Lebensmittel, bei denen ich wirklich weiss, was drin ist. Ein Fruchtjoghurt zum Beispiel ist ja nicht schwer; Man kauft ein Naturjoghurt und wirft ein paar Beeren, oder eine Orange, oder einen Apfel rein. Das macht kaum mehr Mühe als ein Fruchtjoghurt zu kaufen. Wenn man dann noch Zucker braucht, kommt der halt rein, klar, soll ja süss sein. Ich glaube jedoch kaum, dass es viele Menschen gibt, die freiwillig so viel Zucker reinmischen als die Industrie :-)

Was habe dann davon? Es geht mir gut, weil ich mich auf jedes Essen freuen kann. Immer. Schmeckt gut, tut gut.

Übrigens: Ich koche selbst, eigentlich jeden Tag. Zeitmangel kann man nicht als Argument bringen, ich besitze eine relativ grosse Firma und arbeite dementsprechend hart.

Schön, dass Du noch da bist und Dich mit meinen Gedanken auseinandersetzt, ich bin gleich fertig :-)

Mein Fasten:
Ich mache seit 2008 jedes Jahr im Frühjahr (oder Spätwinter) eine Fastenkur, meist 33 Tage (nur aus Spass als Glückszahl)

In dieser Zeit ernähre ich mich von maximal 500kcal pro Tag. Ganz ohne geht nicht, der Körper braucht Vitamine. Vielleicht bin ich aber einfach nicht hart genug zu mir, kann auch sein. DIese 500kcal sind soweit irgend möglich komplett ohne Kohlenhydrate und auch nur Abends und - um der Wahrheit die Ehre zu geben - nicht jeden Tag. Es sind eher 200 im Durchschnitt.

2008: Abgespeckt von 112 bis 101 Kilo. Im Laufe des Jahres 3 Kilo wieder zugenommen.
2009: Abgespeckt von 104 auf 92. Im Laufe des Jahres 2 Kilo zugenommen.
2010: Abgenommen von 94 auf 88. Ungefährt 1.7 Kilo wieder zugenommen.
2011: Angefangen vor 9 Tagen mit 89.7, heute 85.3. Ich bin sehr gespannt, wo das hingeht.

Mein Jojo hält sich also sehr in Grenzen. Und ist auch nicht schlimm, wir sind ja keine Maschinen.

Ups, da habe ich ja doch mehr geschrieben, als ich mir eigentlich vorgenommen habe... Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit.

Über eine Diskussion würde ich mich freuen. Auch über Kritik :-)

Gruss,

Wolfy

spanische-maus

Diät-Neuling

Beiträge: 3

Wohnort: Spanien

Beruf: Immomakler - Gutachter - Bauträger

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Mittwoch, 16. März 2011, 18:57

Hört sich gut an ...

Hallöchen, ich bin neu hier.

Bin beruflich sehr eingespannt und esse daher unregelmässig - wie du meistens abends.

Wie fängt man mit dem fasten an?

So das der Kreislauf nicht gleich ganz in den Keller geht?

Oder hälst du den mit Obst etc .. über Tage (Blutzucker etc..) auf Trab.



Danke ... ( von einem Greenhorn)

SevgiSem

unregistriert

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Montag, 4. April 2011, 16:42

:)

Finde ich supi...

ich bin 161cm groß weiblich und wiege 81 kilo,,,,

ich sterbe...

höre mich um wie ich abnehmen kann...

ich esse gerne und deshalb ist es sehr schwer:(

Wilkommen bei www.beautynet.de

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