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Gefährliche Fettfallen des Alltags
Bei dem Begriff “Appetitfallen des Alltags” denken Sie sofort an Schokolade, Heißhunger, Frust, Buffet oder Langeweile? Klar, diese Punkte zählen dazu und bei jedem Menschen sind es unterschiedliche. Allerdings gibt es darüber hinaus noch ein paar ganz andere sehr interessante Fettfallen, in die man im täglichen Leben tappen kann. Der amerikanische Ernährungswissenschaftler Brian Wansink hat herausgefunden, dass auch Gesellschaft, die Form des Geschirrs, fehlende Erinnerungen und optische Täuschungen zum Essen verleiten können.
Vielfalt erhöht den Konsum
Brian Wansink lud Testpersonen zum Fernsehen ein. Die eine Hälfte der Zuschauer bekam Schüsseln mit Schokolinsen in sieben verschieden Farben; in den Schüsseln der anderen waren Linsen mit zehn Farben. Die Testpersonen, die eine Schüssel mit zehn Farben hatten, aßen über 70% mehr Schokolinsen als die anderen.
Wie viel hatte ich schon …?
Brian Wansink lud Studenten zum American-Football-Gucken in eine Bar und ließ Hähnchenflügel servieren. In der einen Hälfte der Kneipe ließ er die Teller mit den Knochen regelmäßig leeren, in der anderen nicht. Wo die Knochen regelmäßig entsorgt wurden, wurden im Schnitt zwei Hähnchenflügel mehr gegessen. Interpretation: Menschen essen nicht, bis sie satt sind, sondern bis sie glauben, satt zu sein. Der Knochenteller bremst den Appetit. Er erinnert daran, wie viel bereits gegessen wurde.
Eine Frage des Geschirrs
Bei einer Eiscremeparty gab es verschieden große Löffel und Dessertschalen. Das Ergebnis: Die Testpersonen mit großen Schalen und kleinen Löffeln aßen 31% mehr als die anderen.

