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Gesunde Ernährung
Nach dem Willen der EU-Verbraucherminister sollen Kunden künftig an der Verpackung erkennen können, welche Lebensmittel dick machen. Doch an sich “böse” Lebensmittel gibt es nicht.
Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn meint dazu: “Die Einteilung in gesunde und ungesunde Lebensmittel habe keinen Sinn.” Es gebe nur empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Nahrung. Außerdem sollte die Ernährung ausgewogen, vollwertig und abwechslungsreich sein. Grundsätzlich sei nichts verboten.
Einen guten Anhaltspunkt liefert die Ernährungspyramide: Unten in der Pyramide finden sich empfehlenswerte Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Getreideprodukte. Sie sollten häufig verzehrt werden. Nicht ganz so oft empfohlen werden Milch, Milchprodukte, Fisch und fettarmes Fleisch. Lieber selten essen sollten Süßigkeiten, fette Snacks und Alkohol – sie stehen ganz oben.
Ausgewogen ist die Ernährung, wenn sie die “dem Energiebedarf eines Menschen entsprechende Energie- und Flüssigkeitsmenge” umfasst, so Gahl. Für einen Durchschnittsmann bedeutet das eine Zufuhr von etwa 2400 Kilokalorien (kcal) pro Tag, für die Durchschnittsfrau etwa 2000 kcal täglich. Mindestens 1,5 l pro Tag sollte jeder Erwachsene trinken.
Für eine ausgewogene, gesunde Ernährung müsse auch die Versorgung mit Fett, Kohlenhydraten und Proteinen “in ausgewogenem Verhältnis” sichergestellt sein. Die Nahrung sollte zudem lebenswichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe “in ausreichender Menge” umfassen.
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