Der Körper kennt keinen Schutz vor Übergewicht
Unser Körper kann sich vor Unterernährung viel besser schützen als vor Überfluss an Nahrung. Was genau der Körper auf beide Gegenpole reagiert erfahren Sie jetzt.
Da die Menschen in früheren Epochen immer wieder unter Nahrungsmangel litten, mussten sie sich Schutzmechanismen zulegen, die sie vor dem Verhungern bewahrten. Deshalb können sich unsere Körper noch heute hervorragend an einen Nahrungsmangel anpassen. Hingegen konnten unsere Vorfahren nie lange in einem Überfluss an Nahrung schwelgen. Darum besitzt der menschliche Organismus auch keine Möglichkeiten, um einen Energieüberschuss zu regulieren. Schließlich war das bis vor kurzem auch nicht notwendig.
| Bei Nahrungsmangel | Bei Nahrungsüberschuss | |
|---|---|---|
| Grundumsatz* | sinkt drastisch | steigt nur geringfügig, aber nicht der Gewichtszunahme entsprechend, an |
| Stoffwechsel | verlangsamt sich und passt sich damit der Energiezufuhr an | bleibt unverändert, anstatt sich der Energiezufuhr anzupassen |
| Wärmeproduktion | vermindert sich, um Energie zu sparen | bleibt gleich oder vermindert sich (wegen besserer Isolation), anstatt zu steigen |
| Körperliche Aktivität | vermindert sich, um Energie zu sparen | verringert sich, statt sich der erhöhten Energiezufuhr anzupassen |
| Hunger/Appetit | erhöht sich | erhöht sich, anstatt abzunehmen |
| Fettmasse | baut sich nur langsam ab | baut sich deutlich auf |
| Muskelmasse | baut sich rasch ab | baut sich kaum auf |
| *Basis-Energieverbrauch des Körpers, ohne körperliche Aktivität | ||
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