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Macht’s die Milch? Milchprodukte im Ernährungs-Check
Deutschland ist die Heimat der Milchfans: Pro Jahr genießt jeder Bundesbürger im Durchschnitt satte 85 Kilogramm Frischmilcherzeugnisse wie Joghurt, Buttermilch und Frischkäse. Mit diesem Verbrauch sind wir Weltmeister – und Milchprodukte decken ein Viertel unseres täglichen Nahrungsbedarfs. Tatsächlich hat die Liebe zu Milch und Co. in unseren Breiten eine lange Tradition, denn in der landestypischen Ernährung stehen Milchprodukte als Calcium- und Eiweißlieferanten ganz vorn. Milch enthält nahezu alle unentbehrlichen Aminosäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann und hilft dem Organismus, pflanzliches Eiweiß zu verwerten. Aber es kommt noch besser, denn Milch liefert auch Kalium, Magnesium, Jod und verschiedene fettlösliche Vitamine.
Ist Milch ein Muss?
Wer nun allerdings meint, ohne Milch ginge gar nichts, irrt. Ernährungsexperten wissen, dass ein gesunder und ausgewogener Speiseplan mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln und wenig bis gar keinen Milcherzeugnissen ebenfalls die Calciumzufuhr sichern kann und auch bei anderen Nährstoffen eine positive Bilanz zeigt. Bester Beweis sind Küchen, die ohne das Nahrungsmittel Milch auskommen, wie beispielsweise die traditionelle chinesische. Das Fazit muss also lauten: Wer Milch und Milchprodukte mag und gut verträgt, darf gern zugreifen – aber es geht auch ohne, die Entscheidung für oder gegen den Muntermacher ist nämlich vor allem Geschmackssache.
Macht Milch schlank?
Bekennende Milchfans sollten allerdings eines beachten: Milch ist kein Durstlöscher, sondern kommt einer Mahlzeit gleich – 0,2 ml Milch mit einem Fettgehalt von 1,5% liefern bereits etwa 100 kcal. Ein ebenfalls gesunder und dazu schlanker Durstlöscher ist dagegen pure Molke, die Sie am besten in Bioqualität und ohne Zusatzstoffe genießen. Denn die gezuckerten Varianten schlagen gleich wieder mit üppigen Kalorien zu Buche. Allerdings kann sich nicht jeder für das säuerliche Aroma reiner Molke begeistern, obwohl sie eine echte Bereicherung für den Nährstoffhaushalt ist. Auch Buttermilchprodukte, Ayran, Kefir und Lassi sind empfehlenswert, enthalten, wenn sie nicht pur genossen werden, jedoch oft zuviel Zucker. Dasselbe gilt für Fruchtjoghurts und Quarkprodukte. Eine besonders leckere und dazu figurfreundliche Alternative sind Naturjoghurt oder Quark, den Sie selbst mit frischen Früchten aufpeppen, oder in Eigenregie gemixte Sauermilch-Frucht-Drinks. Und wenn Sie einmal richtig schlemmen wollen, probieren Sie einfach unser August-Rezept…
Erfrischend im August: Buttermilcheis mit frischen Beeren
Zutaten für 2 Portionen:
100g Erdbeeren
100g Himbeeren
150 g Zucker
200g Buttermilch
20 g Erdbeersirup
5 g Vanillemark
100 g Schlagsahne
Einige Blätter frische Minze
Zubereitung:
Beeren waschen und mit dem Zucker pürieren. Buttermilch, Erdbeersirup und das Vanillemark zugeben und alles vermischen. Gekühlte Sahne steif schlagen und unterheben. Die Masse in die laufende Eismaschine geben oder in einem Gefäß gefrieren lassen und gelegentlich umrühren. Mit frischer Minze garnieren – fertig!
Zubereitungszeit:
20 Minuten plus Gefrierzeit
Nährwerte pro Portion:
555 kcal, 16 g Fett, 6 g Eiweiß , 94 g Kohlenhydrate , 7.8 BE

