South Beach Diät

Chris85HH
von DORIS - Danke!


Die Phase 1 dauert ungefähr 2 Wochen. In dieser Zeit sollten keinerlei Backwaren, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Obst, Süßigkeiten, Eiskremes, Fruchtsäfte oder Alkohol konsumiert werden. Dafür sind Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Salate (mit Olivenöl angemacht), Gemüse, Eier, Käse, Nüsse, Wasser, Kaffee und Tee erlaubt, sowie neben den drei Hauptmahlzeiten kleine Snacks zwischendurch.

Nachdem sich der Metabolismus und große Teile der Körperchemie umgestellt haben, kann man die Phase 2 starten. Hier dürfen wieder Kohlenhydrate und andere in Phase 1 verbotenen Lebensmittel und Getränke zu sich genommen werden, jedoch in Maßen. Bei Nudeln und Brot ist darauf zu achten, dass es sich um Vollkornprodukte handelt. Auch sollte man Naturreis dem normalen weissen Reis vorziehen. Natürlich muß man nun auch nicht mehr auf Früchte verzichten. Je nachdem wie das Wunschgewicht angesetzt ist, verbleibt man bis zum Erreichen dieses in der Phase 2.

Nun hat man einen Ernährungswechsel vollzogen und der Körper sollte sich an die neuen Essgewohnheiten angepaßt haben sodaß man solange wie man möchte (idealerweise lebenslang) in der 3. und letzten Phase verbleibt.



PHASE 1
Rindfleisch:
Roastbeef (aus als Hackfleisch)
Filet
Oberschale
andere magere Stücke
Geflügel (ohne Haut):
Puten- und Hähnchenbrust
Stubenküken
Putenschinken (2 Scheiben pro Tag)
Meerestiere:
Fisch und Schalentiere aller Art
Schweinefleisch:
Kochschinken
magerer Frühstücksspeck
Lende
Kalbfleisch:
Frikandeau (zarter Teil an der inneren Seite der Kalbskeule)
Blume
Schnitzel, Kotelett
Frühstücksfleisch:
nur fettfrei oder fettreduziert
Käse (fettfrei oder fettreduziert):
Amerikanischer Käse
Cheddar
Feta
Mozzarella
Parmesan
Quark
Ricotta
Provolone
String
Rahmkäseersatz ohne Milchbestandteile
Hüttenkäse mit 1 - 2 % Fettgehalt oder fettfrei
Milch (1,5% oder weniger, 2 Portionen):
Milch
Joghurt
Buttermilch
Sojamilch
Nüsse:
30 Pistazien
20 kleine Erdnüsse
15 Pekannusshälften
1 Teelöffel Erdnussbutter
Eier:
Falls von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, ist der Verzehr von Eiern (Eiweiß und Eigelb) unbeschränkt erlaubt.
Eiweiß kann ganz nach Wunsch verwendet werden.
Tofu:
Verwenden Sie weiche, fettarme Sorten
Gemüse:
Luzernesprossen
Artischocken
Spargel
Auberginen
Brokkoli
Kopfkohl
Blumenkohl
Sellerie
Grünkohl
Zucchini
grüne Gurke
Kopfsalat (alle Arten)
Zuckererbsen
Spinat
Mairüben
Wasserkastanien
Tomaten
Zwiebeln
Paprika
Hülsenfrüchte:
Kichererbsen
Kidneybohnen
Linsen
Sojabohnen
Limabohnen
Grüne Bohnen
Faselbohnen
Strauchbohnen
halbe Erbsen
Wachsbohnen
Fette:
Rapsöl
Olivenöl
Gewürze und Würzmittel:
Alle Würzmittel ohne Zuckerzusatz
Brühe
Extrakte (Mandelextrakt, Vanilleextrakt usw.)
Meerrettichsauce
fettarmer Butterersatz

Pfeffer (schwarzer, roter, weißer und Cayennepfeffer)
Süsses:
auf 75 Kalorien pro Tag beschränken
Kakaopulver für Backzwecke
Kakaopulver ohne Zuckerzusatz
Zuckerfreies Stieleis
Zuckerfreie Götterspeise
Zuckerfreie feste Süßigkeiten
Zuckerfreier Kaugummi
Zuckeraustauschstoff

I zu meiden:
Bestimmte Fleischteile, Käse mit hohem Fettgehalt, bestimmte Gemüse (rote Beet, Möhren, Mais, Kartoffeln, Tomaten (1 Tomate aber erlaubt), Süßkartoffeln, Yamswurzeln
Obst (alle Obstarten und Fruchtsäfte)
alle stärkehaltigen Speisen
Molkereierzeugnisse (Joghurt, Eiscreme, Milch, Sojamilch)
Alkohol


PHASE 2
(neu hinzukommen: )
Obst:
Äpfel
Aprikosen (frisch und getrocknet)
Banane (aber nur eine pro Tag!)
Birnen
Blaubeeren
Erdbeeren
Grapefruit
Kirschen
Kiwis
Mangos
Netzmelone
Orangen
Pfirsiche
Pflaumen
Weintrauben
Stärkereiche Nahrungsmittel (sparsam verwenden):
Ballaststoffreiche Müslis
Fladenbrot
Grüne Erbsen
Haferflocken (kein Instantprodukt)
Kleieflocken
Kleie-Muffins, zuckerfrei (ohne Rosinen)
Kleine Süßkartoffeln
Kleine Vollkornbagels
Mehrkornbrot
Naturreis
Popcorn
Vollkorn-Fladenbrot
Vollkornkleie-Müsli
Vollkorn-Nudeln
Wildreis
Gemüse und Hülsenfrüchte:
Karotten
Gefleckte Feldbohnen
Gerste
Kuhbohnen
Sonstiges:
Zartbitter- oder Halbbitterschokolade (geringe Mengen)
Fettfreier Pudding (ohne Zucker)
Rotwein

Nahrungsmittel, die zu vermeiden oder nur selten zu verzehren sind:
Brezeln, Cornflakes, Instant-Kartoffeln (die meinen wohl Kartoffelpüree?), Kekse, Ofenkartoffeln, Reiskekse,
Weißbrot, Weißmehl-Nudeln, Weizenbrötchen, Weizenbagel, Kartoffeln, Mais, Rote Beete, Ananas, Dosenobst,
Fruchtsäfte, Rosinen, Wassermelone, Eiscreme, Honig, Konfitüre.

II allmählich mehr Kohlenhydrate (mit hohem glykämischen Index nur langsam) wieder einbauen
+ Obst (erlaubt bzw. vermeiden oder nur sehr selten essen: s. S. 206)
abwechslungsreiches Angebot wichtig
Obst in dieser Stufe nicht zum Frühstück verzehren.
Wird Obst als erste am Tag verzehrt, verursacht es mitunter einen größeren Insulinausstoß, der das Verlangen nach mehr auslöst.
Besser als Nachspeise zum Mittag oder Abendessen.
+ Getreide (mit Ei, da es Fett und Protein enthält werden die Kohlenhydrate langsamer aufgenommen)
Wenn die Gewichtsreduzierung stockt, auf Kohlenhydrate verzichten oder einige andere Kohlenhydrate ausprobieren.

II zu meiden:
bestimmte Obstsorten
stärkereiche Nahrungsmittel
bestimmtes Gemüse (Karotten, Kartoffeln, Mais, Rote Beete)
Eiscreme und Honig/Konfitüre


Phase III als Gewichthaltephase


Nur nützliche Kohlenhydrate essen und die Wirkung auf den Körper beobachten.
Auf Nahrungsmittel achten, die den Heißhunger verstärken.

Ungünstige Kohlenhydrate durch günstige Kohlenhydrate ersetzen:
Vollkornbrot Ö Weißbrot
Süßkartoffeln Ö Kartoffeln
Wildreis Ö Weißreis
Vollkornteigwaren Ö Teigwaren
möglichst keine denaturierten Kohlenhydrate
möglichst keine Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index

Säure verlangsamt den Durchlauf der Nahrung vom Magen in den Dünndarm, das bedeutet insgesamt eine verlangsamte Verdauung und ein langsameres Anwachsen und später langsameres Absinken des Blutzuckerspiegels.

Um den glykämischen Index zu senken, gibt Dr. Agatston den Tipp, 15 Min. vor dem Essen ein Glas Wasser mit einem Löffel Flohsamen darin zu trinken. Der Faserstoff bildet eine glatte Masse, die sich durch den Verdauungstrakt bewegt und alles beseitigt, was im Weg ist. Nimmt mam die Substanz vor dem Essen, wird der Faserstoff mit dem Essen vermischt und verlangsamt das Tempo, mit dem der Magen das Gegessene verdaut.

Der Verzehr ungünstiger, vor allem hochgradig bearbeiteter Kohlenhydrate weckt den Heißhunger auf mehr ungünstige Kohlenhydrate.

Unser Körper gewinnt durch die Verdauung Zuckerbestandteile aus den Kohlenhydraten und wandelt diese in Brennstoff um, den wir entweder verbrauchen oder speichern. Sind die Speicher voll, wird es als Fett im Körper gelagert.

Faser- und Ballaststoffe verlangsamen die Zuckerabsorption. Auch Fett, säurehaltige Nahrungsmittel wie Zitrone und Essig und Sauerteigbrot.

Eine verlangsamte Verdauung der Kohlenhydrate hat eine geringere Insulinproduktion zur Folge. Weniger Insulin wiederum heißt ein weniger starkes Absinken des Blutzuckerspiegels. Die jetzt geringere Zu- und Abnahme bedeutet später weniger Hunger.

Kohlenhydrate sind Zucker in verschiedenen Formen und Stärke. Stärke sind nichts anderes als Zuckerketten; beim Verdauen werden die Verbindungen aufgelöst und so die Zuckermoleküle zugänglich gemacht.

2 Strategien, um mit dem übermäßigen Essen aufzuhören:
1. Nahrungsmittel (und Zusammenstellungen von Nahrungsmitteln) essen, die unseren Blutzuckergehalt nicht stark, sondern allmählich ansteigen und fallen lassen.
2. Hypoglykämie (Blutzuckermangel) voraussehen und mit einem rechtzeitig eingenommenen Imbiss verhindern. Es bedarf viel weniger Nahrung, um einen Blutzuckermangel rechtzeitig vorzubeugen, als ihn zu beseitigen

(Gem. Elsbeth würde 2. gem. Buch „Zucker und Bulimie“ nicht stimmen.)

Der Grad, in dem der Blutzuckergehalt steigt, hängt nicht nur vom glykämischen Index des Nahrungsmittels, sondern auch von dessen Menge ab. (Anm. Ute: Genau, die glykämische Last ist entscheidend – siehe Logi-Buch.)

Kohlenhydrate immer mit
- Faserstoffen
- Fett
- Protein und/oder
- Säure
zusammen einnehmen.



In Phase III geht es um eine gesunde Lebensweise. Die Diätler kennen die Wirkungsweise der Diät und die Reaktionen ihres Körpers, um die Flexibilität des Planes richtig auskosten zu können.

Nach Übertreibungen kehrt man für eine oder zwei Wochen in Phase I zurück und macht anschließend wieder mit Phase III weiter.

„Wir haben die Diät so geplant, dass normale Menschen danach essen können, was sie möchten.“



Dr. Agaston ist gegen TransFette, gesättigte Fette und tierisches Fett.
Für ungesättigte Fette (Rapsöl und Olivenöl, Fischölkapseln, FischFette)
elfenschatz
Hallo Chris,

ich bin gespannt, wie das bei Dir klappt. Werde es weiter in Deinem Tagebuch verfolgen smile

Wenn ich es richtig verstehe sind im Step I also alle kohlehydratreichen Lebensmittel inkl. Zucker verboten, oder?

Eine Frage noch: Sind Joghurt und Sojamilch im 1. Step jetzt erlaubt oder nicht? (stehen in der Liste + in den Verboten)
Chris85HH
Milchprodukte (also u.a. auch Joghurt) sind verboten, Sojaprodukte ohne Zuckerzusatz sind erlaubt.
Architekturtänzerin
Hallo!

Ich habe in den letzten Tagen viel über "Low Carb" Diäten gelesen. Es scheint regelrecht ein "Hype" um sie gemacht zu werden. Die Berichte die ich darüber gelesen habe sind überwiegend positiv.

Mal eine kleine Information zur angenommenen Funktionsweise:
(Quelle: Wikipedia)

Wenn man Kohlenhydrate aus Brot, Kartoffeln, Reis, Traubenzucker, Haushaltszucker, Nudeln, Backwaren oder auch Milchzucker zu sich nimmt, steigt der Blutzucker-Spiegel schnell und stark an. Als Reaktion darauf schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus, um den Blutzucker-Spiegel wieder zu senken. Dies erreicht das Insulin u. a. durch die Anlagerung von Körperfett.

Außerdem wird angenommen: Wenn der Blutzuckerspiegel schon durch Kohlenhydrat-Zufuhr von außen ausreichend hoch ist, muss der Körper nicht auf vorhandene Fettreserven zurückgreifen und so kann man nicht abnehmen. Kohlenhydratarme Diäten versuchen also, diese Insulin-Ausschüttung möglichst gering zu halten und die Energieversorgung des Körpers durch Körperfett zu provozieren – was dann zum Abbau der Fettreserven des Körpers führt.


Aus reiner Neugierde (weil ich mir das ganze eigentlich nicht vorstellen kann) mal 2-3 Tage versuchen auf Kohlenhydrate zu verzichten. Viel lönger durchzieen würde ich das ganze sowieso nicht, weil ich denke, dass das doch eine ralativ einseitige Ernährung ist. Außerdem mag ich vor allem Kartoffeln viel zu sehr zwink

Vielleicht hat ja auch Jemand noch irgendwelche Erfahrungen mit dieser Diät gemacht und kann darüber berichten.

Liebe Grüße
uepselon
Hallo,

die Diät ist vom Prinzip her nicht schlecht. Das Hormone (insbesondere Insulin und sein Gegenspieler, das Glukagon) eine große Rolle bei der Fetteinlagerung bzw. dessen Abbau spielen, ist wie ich finde, von großer Bedeutung.

Daher ist es eher wichtig, die richtigen Lebensmittel zu essen, als Erbsen/Kalorien zu zählen. Der weitverbreitete Irrglaube, das Körperfett nur vom Fett im Essen kommt, ist eben falsch. Kohlenhydrate sind mindestens genauso als Ursache heranzuziehen. Verzichten sollte man aber auch hier nicht: Vollkornprodukte, Gemüse, Obst etc. haben komplexe Kohlenhydrate, die die Insulinreaktion gering ausfallen lassen. Also, auf zur Fleischtheke und ab an die Salatbar, dann schmeckt auch das Essen und ist trotzdem gesund ;)
michl33
Ich kann das mal von meiner Warte aus erzählen:

Wenn ich zuviele Kohlehydrate in einer Mahlzeit habe, zB. Frühstück 2 Vollkorn(!)brötchen mit Butter und Käse/Putenbrust, dann passiert es mir recht häufig, daß ich ca. 1,5 Stunden später total zitterig werde und Schweissausbrüche bekomme und ganz dringend etwas Süßes brauche.
Wenn ich zum Frühstück (7:00 Uhr)nur Rührei mit Bacon essen, dann kommt der nächste Hunger (echter Hunger) ca. 12:00 Uhr.
D. h. für mich, daß ich einfach durch den konstant niedrigen Blutzuckerspiegel echten Hunger verspüre, wenn es nötig wird wieder was zu essen und nicht diese "ichbrauche jetzt was Süßes"-Gefühl.

Es gibt hier dann die unterschiedlichsten Richtungen wie Atkins, Lutz, Logi, South Beach.

Wobei speziell bei Logi mehr auf die glykämische Last geachtet wird, also darauf, wieviel Insulin beim Verzher eines Nahrungsmittels ausgeschüttet wird und nicht wie schnell dies geschieht.

Gruß

Michael